Die Lösung des Bierrätsels
Es ist gelöst!
Im Wortsinn, übrigens.
Ein bisschen unentschieden wirkt sie schon, die Kohlensäure. Erst raus, dann doch nicht, dann – ja, was denn nun?
Ich fange wohl am besten am Anfang an. Ganz am Anfang, meine ich.
Es war einmal ein Haus, das sah aus wie eine Bierflasche, hohl und braun und gläsern und mit einer kleinen runden Tür aus Blech, ganz wie es sich für gute Bierflaschen gehört. Diese Tür war außerordentlich dicht und saß sehr fest, daher war es im Inneren recht beengt, denn man konnte sich nicht ausweichen. Kaum dass also Besuch kam und die Tür geöffnet wurde, drängten alle Bewohner zum Ausgang, dann aber, kaum einen Moment später, überlegten sie es sich anders und verkrümelten sich wieder in ihrem Flaschenhaus.
Wie gesagt: Ja, was denn nun?
Was sich zugetragen hat ist Folgendes:
Durch den plötzlichen Druckabfall beim Öffnen des Kronkorkens entweicht das unter Druck stehende gelöste CO2 (sorry für die Schreibung, ich hab noch nicht herausgefunden, wie man hier Text tiefstellt), aber es entwickelt dabei auch eine Menge Schaum, den ich durch die Banderole am Hals nicht sehen konnte. Des Rätsels und des Gases Lösung nun ist, dass die immens vergrößerte Oberfläche im Schaum, dessen Blasen ja das entfleuchende Kohlendioxid enthalten, dazu führt, dass trotz des verringerten Drucks das Gas reabsorbiert wird.
Eigentlich hätte das ja nicht soo schwierig sein sollen, oder?
Nun ja, dafür gibt es werdende Ingenieure und Mensaner, die man fragen kann *lach*
